Lebensversicherungen gelten weltweit als wichtiges Instrument zur Altersvorsorge und zur
Absicherung für die Angehörigen. Die USA stellen mit über 24% des gesamten Prämienaufkommens (US-Prämienvolumen 2006: über USD 533 Mrd.) international den größten Markt für Lebensversicherungen dar. Die Versicherungssumme aller Policen betrug in den USA 2006 USD 19.112 Mrd. Diese Zahlen belegen die enorme Größe des US-Marktes und die damit verbundenen Entwicklungschancen für den
Zweitmarkt. Aufgrund der Langfristigkeit der Versicherungsverträge verändern sich häufig die Absicherungsbedürfnisse der Versicherungsnehmer in der Höhe oder entfallen komplett während der Laufzeit eines Vertrages. Auch können außergewöhnliche Ereignisse wie z.B. Arbeitslosigkeit oder Krankheit zu einem erhöhten
Kapitalbedarf führen, so dass die Versicherungsnehmer gezwungen sind, auf die Lebensversicherungen als Vermögensgegenstand zurückzugreifen. Das Ergebnis ist, dass 32% aller Lebensversicherungspolicen in den USA vor Ablauf der ursprünglichen Versicherungsdauer beendet werden.
In der Regel ist jedoch eine Kündigung für den Versicherungsnehmer mit finanziellen Nachteilen verbunden, da Rückkaufswerte nicht oder nur in einem sehr geringen Umfang existieren. Die weitaus sinnvollere Alternative ist meist der Verkauf der Police über den
Zweitmarkt an einen
Investor. Hierbei verbleibt der bisherige Versicherungsnehmer als versicherte Person, und erhält durch den Verkauf seiner Police einen über dem Rückkaufswert liegenden Verkaufserlös. Weitere Prämienzahlungen entfallen für ihn. Der
Investor übernimmt die künftigen Prämienzahlungen und erhält bei Fälligkeit der Police die Versicherungsleistung ausgezahlt.