Für die Handelsschifffahrt sind viele künstliche Kanäle geschaffen worden, um Seewege zu verkürzen und Zeit zu sparen. Einer der bekanntesten ist der Panama Kanal.
Der Kanal ist 81,6 km lang und führt durch den aufgestauten Gatunsee. Vor dem Bau des Kanals war die schnellste Seeverbindung von der Ostküste zur Westküste Nordamerikas die 30.000 km lange und gefährliche Umschiffung des Kap Hoorn. Durch den Kanal wurde die Seestrecke New York -Los Angeles auf circa 10.000 km verkürzt. Die Durchfahrtszeit beträgt regulär acht bis zehn Stunden, wegen des starken Verkehrs heute durchschnittlich 12 Stunden.
Seit der Eröffnung haben weit über 900.000 Schiffe den Kanal durchfahren. Vor allem für die Seefracht von und nach China, Japan und den USA ist der Kanal von großer strategischer Bedeutung. Der Preis der Passage wird nach Art und Größe des Schiffes berechnet und beträgt durchschnittlich 48.000 USD.
Schiffe der sogenannten Panamax-Klasse zahlen rund 150.000 USD pro Durchfahrt.
Der Kanal ist nur für Schiffe mit folgenden höchsten Abmessungen passierbar: Länge: 294,13 m, Breite: 33,53 m, Tiefgang: 12,04 m. Eine eigene Schiffsklasse ist an die höchsten zulässigen Abmessungen des Kanals genau angepasst; diese Schiffsklasse wird Panamax genannt. Schiffe, die diese Maße überschreiten, werden Post-Pa-namax-Schiffe genannt.
Derzeit wird der Kanal von circa 14.000 Schiffen jährlich genutzt.
Bedingt durch seine begrenzte Nutzbarkeit wurde beschlossen, den Kanal auszubauen. Die Bauarbeiten hierzu begannen am 4. September 2007.
Quelle: HCI