„Immobilienmärkte in Asien im Aufwind“ meldete das Handelsblatt vor eineinhalb Wochen. 2009 wurden insgesamt 67 Milliarden US-Dollar auf den Immobilienmärkten in Asien und Ozeanien investiert. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 22 Prozent. Die
Analysten des internationalen Beratungsunternehmens DTZ erwarten, „dass sich der positive
Trend 2010 aufgrund guter Konjunkturdaten und verbesserter Finanzierungssituation fortsetzen wird“. Ähnlich schätzt Raymond G. Torto, Chefökonom beim Immobiliendienstleister CB Richard Ellis, die Situation ein. Zwar sei in Asien das Wirtschaftswachstum im Zuge der Finanzkrise leicht zurückgegangen. „Im Vergleich zu Europa und den USA sieht Asien weiterhin stark aus.“
In diesem Marktumfeld können
Anleger mit den
Immobilienfonds Indien 2 und Japan aus dem Hause MPC Capital an den
aufstrebenden Segmenten Einzelhandel, Entertainment und Hotels der gehobenen Klasse partizipieren. Im heutigen Newsletter werfen wir einen Blick auf die Marktsituation in den beiden Investitionsländern:
Indien – Megamarkt mit wachsenden Konsumbedürfnissen
Indien, die
zweitgrößte Nation der Erde, ist geprägt von Wachstum und Veränderung. Bereits heute gehören 350 Millionen Menschen einer gut verdienenden Mittelschicht an, Tendenz steigend. Über die Hälfte der indischen Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre. Insbesondere junge Inder streben nach einem an westlichen Standards orientierten Lebensstil und sind auf der Suche nach modernem Konsum und Unterhaltung. Seit 2002 steigen die Konsumausgaben jährlich um 15 Prozent.
Bis 2025 wird
Indien zum fünftgrößten Konsumentenmarkt weltweit heranwachsen. Zudem vollzieht sich in Indien eine fortschreitende
Urbanisierung. Während in Europa bis zu 80 Prozent der Bevölkerung in Städten leben, sind es in Indien rund 29 Prozent – bis 2025 werden es voraussichtlich bereits 37 Prozent sein.
Junge Bevölkerung und
zunehmende Urbanisierung – ein riesiges
Potenzial für ein enormes Konsumwachstum. Diesen Bedürfnissen steht jedoch bei weitem kein ausreichendes Angebot an organisierten Einkaufs- und Erlebniswelten gegenüber.
„Der Immobiliensektor hat in den letzten drei Jahren ein Wachstum erlebt, für das er zuvor 50 Jahre brauchte“, sagt Anshuman Magazine, Geschäftsführer von CB Richard Ellis in Indien. Getragen von dem hohen Wirtschaftswachstum befindet sich der indische Immobiliensektor in einer dynamischen Aufschwungphase. Nach Prognosen wird ein Anstieg des Investitionsbedarfs für die
Geschäftsjahre 2008/2009 bis 2010/2011 von mehr als 300 Milliarden US-Dollar erwartet. Bis 2016 steigt dieser Bedarf auf mehr als 1 Billion US-Dollar an.
Auch für den Bereich der
Gewerbeimmobilien ist ein konstant hohes Wachstum zu erwarten.
Der geschätzte Bedarf an zusätzlichen Handelsflächen beläuft sich in Indien allein bis 2012 auf rund 46 Millionen Quadratmeter. Bislang sind bei den Immobilienentwicklern lediglich rund 13 Millionen Quadratmeter in der Planung. Um diesen Fehlbedarf in Höhe von 33 Millionen Quadratmeter zu decken, müssten in Indien 550 Shoppingcenter mit der Fläche der größten innerstädtischen Shopping-Mall Europas (60.000 Quadratmeter) gebaut werden.
Japan – Zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt
Nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation befindet sich
Japan seit acht Jahren
auf einem
Wachstumskurs. Der Inselstaat ist die führende Innovations- und Wirtschaftsmacht Asiens und rangiert weltweit hinter den USA an zweiter Stelle. Nach langer Zeit ohne nennenswerte Bautätigkeit hat der Immobiliensektor in Japan neue Impulse bekommen. Die Hälfte des Gesamtinvestitionsvolumens von
Gewerbeimmobilien im asiatisch-pazifischen Raum fiel Japan zu und machte den Inselstaat zum größten Immobilienmarkt Asiens.
Allein in der Hauptstadt Tokio wird mehr Miete eingenommen als in London und Manhattan zusammen.
Der Aufwärtstrend am japanischen Immobilienmarkt ist jung. Japan hat im Jahr 2006 den ersten Anstieg durchschnittlicher Grundstückspreise für Gewerbe- und Wohnimmobilien seit 1990 verbucht. Für die Spitzenlagen der Metropolen konnten Mietpreissteigerungen von 30 bis 40 Prozent verzeichnet werden. In der Hauptstadt Tokio steigen die Miet- und Kaufpreise für gewerblich genutzte Flächen. Die Entwicklung in Richtung
steigender Mietpreise und
sinkender Leerstandsraten ist auch in anderen japanischen Großstädten mittlerweile deutlich zu spüren.
Ein solides Konsumverhalten sowie die Begeisterung der Japaner für große Shopping-Malls veranlasste die japanische Regierung 2006, den Neubau großflächiger Einkaufszentren einzuschränken. Durch die daraus resultierende Einschränkung des Angebotes größerer Einzelhandelsimmobilien mit Mallcharakter wird voraussichtlich die
Performance bestehender Objekte erhöht. Darüber hinaus haben wachsende Nutzflächen pro Geschäft und eine Verringerung der Gesamtzahl an Einzelhandelsimmobilien zu einer Konsolidierung beigetragen. In Kombination mit der traditionell konsumorientierten Gesellschaft half diese Entwicklung dem Einzelhandel, seine Umsätze zu festigen und seine Profitabilität nachhaltig zu steigern.