
Angesichts der Krise, auf die sich zumindest Europa stramm zu bewegt und in der sich die USA noch immer oder schon wieder befinden, fragen Anleger häufig, welchen Einfluss die Ausweitung der Krise auf den Ölpreis weltweit und den Gaspreis in Nordamerika haben könnte.
Zum Ölpreis haben sich die Experten der OPEC am Dienstag dieser Woche festgelegt: Die Ölpreise werden stark bleiben, selbst wenn der Westen in eine „Rezession gleitet, weil die Nachfrage in Ländern wie China weiterhin wachsen wird, unabhängig davon, was in den USA und Europa passieren wird“, so das Wall Street Journal in der gestrigen Ausgabe. Auch der CEO des französischen Ölgiganten Total SA, Christoph de Margerie, bleibt bullish bei der Einschätzung der Preisentwicklung: „Pessimismus bei der Energienachfrage ist fehl am Platze“, weil „wir die Dinge aus westlicher Sicht sehen, im Osten hat man nicht dasselbe Gefühl.“ Denn in den Schwellenländern „ist das fundamentale Wachstum immer noch da und wird starke Unterstützung für die Preisentwicklung“ geben, so der CEO weiter.
José Sergio Gabrielli, der CEO von Petroleo Brasileiro SA, dem staatsgeführten brasilianischen Ölgiganten, sagte, dass „inWachstumsländern der Anstieg der Ölnachfrage größer ist als das Wirtschaftswachstum“. Er führt das Beispiel von Brasilien an, wo dasBruttoinlandsprodukt letztes Jahr um 7,3 % wuchs und die Ölnachfrage um 10,5 %, der Bedarf nach Benzin sogar um 19 %.
Das liegt daran, dass mit steigendem Wohlstand vor allem die Nachfrage nach Fahrzeugen wächst. Bedenken Sie dabei, dass es in diesen Wachstumsländern einen gigantischen Nachholbedarf gibt – wenn zum Beispiel die durchschnittliche Menge der Kraftfahrzeuge inChina nur auf das Niveau von Korea (aus westlicher Sicht immer noch kein wirklich entwickeltes Land) steigen würde, würde das die Weltnachfrage nach Fahrzeugen um das fast 6-fache steigern!
Zum Gaspreis in Nordamerika: Wenn Sie die Tatsache berücksichtigen, dass Gas in Nordamerika mit ca. 4 Dollar auf einem historischen Tiefpreis steht und dass Gas in Japan 18 Dollar kostet, ist die Gefahr einer weiteren Krisenauswirkung auf den Gaspreis extrem gering – deshalb decken sich momentan auch die großen Player mit Gas ein: Der chinesische Energiegigant Sinopec ist in Kanada unterwegs und kaufte eine Öl- und Gascompany für 2,2 Milliarden kanadische Dollar cash, und CNOOC Limited, einer der großen chinesischen staatseigenen Rohstoffkonzerne, hat sich beiNorthern Cross (Yukon) Limited beteiligt, um große Gasfelder am Yukon zu entwickeln.
Der Grund ist ganz einfach: „50 % der investierbaren Öl- und Gasreserven der Welt liegen in Kanada“, wie Chris Lee von der großenWirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte Canada der kanadischen Globe and Mail mitteilte. „Natural Gas im Besonderen bringt mehrere Vorteile – beim momentanen Preisniveau ist es billig. Und Anstrengungen, die LNG Export Terminals (LNG = Liquefied Natural Gas, also verflüssigtes Gas) zu erweitern, machen es möglich, kanadische Energieressourcen über den Pazifik zu transportieren…
“So die Globe and Mail weiter. Und genau das ist die zusätzliche Chance für die kanadische Energiewirtschaft, die sich mitstarker politischer Unterstützung in Richtung der asiatischen Märkte positioniert hat. Praktisch alle großen Öl- und Gasgesellschaften haben schon Milliardenbeträge entweder in Pipeline-Projekte Richtung Westküste oder in Beteiligungen in LNG-Terminals investiert. Sie sehen also, auch in der Krise haben unsere Produktlinien
POC Growth und
POC Natural Gas beste Voraussetzungen für ihre Entwicklung.