Folgend finden Sie heute gleich zwei Factsheets, die im Zusammenhang miteinander stehen und sich in der Argumentation ergänzen: Das Factsheet
„KATASTROPHENGEFAHR UND UMWELTRISIKEN“ und das Factsheet
„GEWICHTUNG DER LÄNDER NACH POLITISCHEN RISIKEN“. Sie dienen zur Unterlegung der Frage, worauf es bei der Standort- respektive Länderwahl der Investition ankommt und welche Alternativen es überhaupt gibt, wenn die grundsätzliche Entscheidung, in Öl und Gas zu investieren, gefallen ist.
Stichwort Katastrophengefahr und Umweltrisiken – man muss heute leider wirklich nur noch die tägliche Berichterstattung in den Medien verfolgen, um die Wichtigkeit dieser zwei Kriterien bei der Wahl desInvestitionsstandortes auszuloten. Bis zur Katastrophe in Japan ist die Tatsache, dass Naturkatastrophen in erheblichem Maße das wirtschaftliche Gefüge eines ganzen Landes oder einer Region gefährden können, kaum in das Bewusstsein gedrungen. Natürlich wussten wir, dass es Tsunamis, Hurrikans und Tornadosgibt, die in bestimmten Ländern immer wieder Schneisen der Verwüstung schlagen. Aber das in den aktiven Prozess der Analyse vor einer Investition mit einzubeziehen, hätten wir uns nicht getraut. Wir hätten das Gefühl gehabt, bewusst mit Risiken Meinung zu machen. Das Factsheet zeigt Ihnen aber klar, dass die Würdigungmöglicher Umweltrisiken ganz eindeutig in das Kalkül mit einbezogen werden muss, wenn gerade bei langlebigen Investitionen eine richtige Gewichtung vorgenommen werden soll.
Das zweite Factsheet – die „Risikogewichtung der weltweiten Ölreserven“ zeigt Ihnen, wie die Risiken in den Bereichenpolitischer Stabilität, wirtschaftlicher Entwicklung und Naturrisiken zu bewerten sind. Wie Sie sehen, ist Kanada eines der wenigen Länder, bei denen der Daumen der positiven Entscheidung in allen drei Bereichen nach oben zeigt. Die USA als Öl-Investitionsland haben natürlich auch Tradition, im direkten Vergleich führt aber Kanada klar nach Punkten. Es sind theoretisch auch noch die Länder Norwegen, Katar oder – leicht eingeschränkt – das United Kingdom möglich. Nur kann man sich in diesen Ländern praktisch nicht an Öl- und Gasfeldern beteiligen. In Norwegen gibt es ein Staatsmonopol, ebenso in Katar, und das Nordsee-Öl des United Kingdom ist ein Spiel des großen Geldes mitFörderplattformen und Milliarden-Investitionen.