Der weltweite wirtschaftliche Fortschritt, besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern, führt zu einem ständig steigenden Energiebedarf. Bei Erdöl und Erdgas rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) langfristig mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 1,4 Prozent. Bei diesem Wachstum läge der Öl- und Gasverbrauch im Jahr 2030 rund 50 Prozent über dem Verbrauch im Jahr 2000. Als Folge des weltweit hohen Energiebedarfs und der hohen Energiepreise wird die Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern auf dem offenen Meer (offshore) intensiviert. Dazu bedarf es umfangreicher Investitionen in Bohr- und Fördereinheiten in allen Teilen der Welt. Die weltweiten Investitionen für Offshore-Projekte beliefen sich in den fünf Jahren von 2004 bis 2008 auf insgesamt 957 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag soll bis 2013 um rund 43 Prozent auf 1.356 Milliarden US-Dollar ansteigen. Entsprechend wird sich die Anzahl der Bohr- und Fördereinheiten in den kommenden Jahren stark erhöhen.
Daraus entstehen interessante Perspektiven für
Investoren. Denn die Bohr- und Förderplattformen müssen immer häufiger in weit von der Küste entfernte Gebiete der Tiefsee geschleppt und dort positioniert und verankert werden. Anschließend sind sie mit allen notwendigen Materialien und Ausrüstungsgegenständen zu versorgen. Für diese Einsätze werden in immer größerer Zahl leistungsfähige Spezialschiffe benötigt, die auf diese besonderen Anforderungen zugeschnitten sind:
Anchor Handler (Anchor Handling Tug Supply Vessel). Aufgrund der
Zunahme der Förderaktivitäten und der stark gestiegenen technischen Anforderungen kann in den kommenden Jahren ein bedeutender Anstieg der Nachfrage nach modernen Anchor Handlern erwartet werden.
Der Nordcapital Offshore
Fonds 5 investiert in das
MS „E.R. Louisa“, einen Anchor Handler (AHTS) der oberen Größenklasse, der im wachsenden Markt der Öl- und Gasförderung auf See unverzichtbare Schlepp- und Verankerungsarbeiten für die Bohr- und Fördereinheiten leistet. Mit seiner hohen Leistungsfähigkeit und einer herausragenden technischen Ausstattung ist das
MS „E.R Louisa“ für den weltweiten Einsatz in den anspruchsvollsten Offshore-Märkten sehr gut positioniert.
Das Fondsschiff zählt mit einer Antriebsleistung von 18.360 PS und einer Deckfläche von rund 660 Quadratmeter zur Klasse der sehr großen Anchor Handler. Die umfangreiche technische Ausstattung und die beeindruckende Leistungsfähigkeit des Schiffs erfüllen die höchsten Ansprüche der
Charterer.
Derzeit gibt es nur wenige AHTS auf den Weltmeeren, die über eine ähnlich fortschrittliche und umfassende Ausstattung verfügen.
Dazu gehören eine leistungsstarke Antriebstechnik, die eine kontinuierliche Zugkraft von 200 Tonnen (Pfahlzug) ermöglicht, das GPS-gestützte dynamische Positionierungssystem (DP 2), leistungsfähige Winden mit hohen Kapazitäten, zwei fahrbare, ferngesteuerte Krane sowie umfangreiche Tankkapazitäten zur Plattformversorgung. Darüber hinaus verfügt das Schiff über die Klassifizierung „Clean Design“ (CD) sowie über eine spezielle Sicherheitstechnik zur Behebung von Ölverschmutzungen (Oil-Recovery-Klassifikation), für die Brandbekämpfung (Fire Fighter II) und für den Einsatz als Rettungsschiff für bis zu 280 Personen. Diese und weitere Ausstattungsmerkmale erhöhen für
Investoren das Ertragspotential aus der Vercharterung des Schiffes.
Der bei der südkoreanischen
Werft Sekwang bestellte Neubau des Typs UT 786 CD hat eines der fortschrittlichsten AHTS-Designs von Rolls-Royce Marine, dem Marktführer bei der Entwicklung von modernen Offshore-Schiffen. Insgesamt wurden seit 1975 bereits über 500 Offshore-Schiffe gebaut, die von Rolls-Royce konzipiert wurden.
Das Beschäftigungskonzept für das
MS „E.R. Louisa“ sieht einen
Einsatz des Schiffes in einem Einnahmepool aus vier baugleichen Schwesterschiffen vor. Dabei soll ein Teil der Schiffe über längerfristige Chartern und der andere Teil chancenorientiert im kurzfristigen Spotmarkt beschäftigt werden. Eine Poolbeschäftigung reduziert generell das Beschäftigungsrisiko für das einzelne Schiff und führt gleichzeitig zu einer Verstetigung der Einnahmen.
Die Bereederung des Schiffes erfolgt durch die Reederei E.R. Offshore mit Sitz in Hamburg. Mit elf Plattformversorgern und sechs Anchor Handlern in Fahrt und in Bau ist die E.R. Offshore die größte Deutsche Reederei in diesem Marktsegment.
Zudem profitiert der
Anleger von der jahrelangen Erfahrung bei Schiffsbeteiligungen des Fondsinitiators Nordcapital. Die Schiffsfonds wiesen insgesamt per Ende 2008 eine positive
Performance auf. Im Jahr 2008 wurden Auszahlungen in Höhe von 163,4 Millionen
Euro geleistet. Die kumulierte Gesamtleistung liegt rund 7,4 Prozent über Plan. Die Schiffe der Nordcapital-Offshore-Fonds behaupten sich erfolgreich im derzeitigen krisengeschüttelten Marktumfeld. Die
Investoren der Offshore
Fonds 1 bis 3 erhalten im Dezember 2009 planmäßige Auszahlungen von 8 Prozent pro Jahr bzw. 9 Prozent jährlich zeitanteilig.
Die
Mindestbeteiligung am Offshore
Fonds 5 beträgt
25.000 Euro zuzüglich 5 Prozent
Agio. Im Anschluss an die
Vorzugsauszahlung von 4 Prozent pro Jahr auf eine Einzahlung bis Juni 2010 sind Auszahlungen in Höhe von 8 Prozent pro Jahr geplant. Einschließlich der Schlussauszahlung aus dem Verkauf sind Auszahlungen von insgesamt
circa 208 Prozent in der
13jährigen Fondslaufzeit geplant, was einer durchschnittlichen jährlichen Kapitalmehrung nach
Steuern von 8 Prozent entspricht.
Trotz der angespannten Lage auf den Schiffsmärkten hat der Nordcapital Offshore
Fonds 5 die
Analysten von Scope überzeugt. Sie bewerteten den
Fonds abschließend mit „A“ (gut).