
Der Ölpreis bleibt hoch und wird eher noch anziehen - so das überschlägige Fazit aus den verschiedenen Meinungen der zur Entwicklung befragten Experten durch das Handelsblatt unter dem Titel „Billiges Öl bleibt ein Wunschtraum“ (
Link). Es ist zwischenzeitlich zweifelsfrei, dass in der zweiten Hälfte des Jahres die Nachfrage nach Rohöl das Angebot übersteigen wird. Die IEA (International Energy Agency) hatte in ihrem Juni-Report davor gewarnt, dass ein Versorgungsengpass schon dieses Jahr auftritt, wenn die Produktion nicht um mindestens 1,5 Mio. Barrel pro Tag erhöht wird. Wie Sie aus der Presse und unseren Vertriebsinformationen wissen, konnte sich die OPEC auf diese Produktionserhöhung nicht einigen, worauf die IEA entschieden hatte, 60 Mio. Barrel aus den strategischen Reserven der IEA-Mitgliedsländer auf den Markt zu bringen. Diese Aktion konnte allerdings den Ölpreis nur um gerade mal eine Woche drücken.
Die Erhöhung der Produktion ist vor allem nötig, um den Ausfall des libyschen Öls zu kompensieren. Ob die OPEC sich dazu durchringen wird, ist der Hoffnungswert, der sich wie ein roter Faden durch die im Handelsblatt wiedergegebenen Expertenmeinungen zieht. Ganz anderer Auffassung ist Jeff Rubin, führender Energiemarktexperte mit weltweitem Renommee und einer der wenigen, die die Entwicklung der letzten zehn Jahre richtig vorhergesagt haben - von der Preisrallye 2008 bis zum Absturz und dem Fall in die Rezession! Sie finden beiliegend die Übersetzung eines Artikels von Jeff Rubin, der sich mit dem fruchtlosen Versuch der IEA, durch Öffnen der strategischen Reserven den Ölpreis unter Kontrolle zu bringen, kritisch auseinandersetzt.
Die Grundaussage von Jeff Rubin ist eigentlich ganz einfach: Er bezweifelt stark, dass Saudi-Arabien die in sie gesetzte Hoffnung überhaupt erfüllen kann, die Produktion des weltweit dringend benötigten „Sweet Oils“ nennenswert zu erhöhen. Er ist im Gegenteil davon überzeugt, dass Saudi-Arabien den Produktionshöhepunkt längst überschritten hat und gar nicht in der Lage ist, die Ölförderung noch nennenswert zu erhöhen. Vieles spricht dafür: In 2008 war Saudi-Arabien nicht imstande, trotz intensiver Intervention von Präsident Bush, die Kapazität zu erhöhen, um die Ölpreisrallye zu stoppen. Magere 600.000 Barrel unattraktiven „Sour Oils“, das die Welt wahrlich zu dem Zeitpunkt nicht brauchte, brachten die Saudis damals auf den Markt. Und auch heute müssten sie sich nicht an die Vorgaben des OPEC-Kartells halten (das tun andere OPEC-Staaten auch nicht) und könnten, um ein Zeichen zu setzen, das dringend benötigte Öl auf den Markt bringen. Aber sie tun es nicht – weil sie vielleicht nicht können?
Jeff Rubin wird im Rahmen der Kompetenz-Tage der POC am 13. und 15. September 2011 in München und Frankfurt seine Sicht der Marktentwicklung in zwei Veranstaltungen präsentieren. Der viel gelesene Fachbuchautor (Titel seines aktuellen Werkes: „Warum die Welt immer kleiner wird“) wird Ihnen überraschende Einsichten in eine Zukunft mit schwindenden Ölreserven geben. Die POC Growth-Produktlinie spiegelt die Notwendigkeiten einer Entwicklung, in der es sowohl ökonomisch als auch ökologisch Sinn macht, sich mit der Produktionsoptimierung bereits entwickelter Öl- und Gasfelder zu beschäftigen, statt mit großem Aufwand an Zeit und Geld neue Ölfelder zu suchen. Die POC Growth- Produktlinie ist deshalb das richtige Produkt zur richtigen Zeit.
Informationen zum aktuellen Fonds finden Sie hier:
POC Growth 2
Bild: Fotolia
Quelle: promotum