
Wenn wir in den letzten Wochen eines haben lernen müssen, dann dies: Kalkül rangiert bei den politischenAkteuren höher als die Verantwortung für das Allgemeinwohl. Obwohl sich ausnahmsweise weltweit alle Wirtschaftsexperten einig waren, dass das Gezerre um die Anhebung der Verschuldungsgrenze in den USA desaströse Folgen für die US Wirtschaft haben würde, brachte diese Meinung die Politik nicht auf einen gemeinsamenKurs. Die Folgen sehen wir jetzt.
In der englischsprachigen Presse wurde dafür häufig ein Begriff verwandt, den man auch auf die europäische Politik anwenden könnte: „brinkmanship“, frei übersetzt „Politik am Rande des Abgrunds“ (von englisch brink, der Rand des Abgrundes). Das gleiche passiert jetzt in Europa – losgelöst von volkswirtschaftlich fundierten Notwendigkeiten wird versucht, ein „totes Pferd“ neu aufzuzäumen und zu reiten. Gutes Geld wird in bekannter Verschwendermanier der Politik, die es ja nicht verdienen muss, schlechtem hinterher geworfen. Ob und wie damit die vorprogrammierte Krise umschifft werden kann, ist mehr als fraglich.
In solchen Zeiten ist es gut, eine klare Investitionsstrategie zu haben. In angespannten wirtschaftlichen Verhältnissen war es noch immer angezeigt, sachwertorientiert zu investieren und Geldwerte geringer zu gewichten. „Sachwert schlägt Geldwert“, wie der bekannte Wirtschaftspublizist Paul C. Martin es so treffend formuliert hatte. Denn der Sachwert besteht losgelöst vom Wert seiner möglichen Erträge. Deshalb flüchten viele Anleger in reale Werte wie Gold und Immobilien. Vorzugsweise in als sicher eingeschätzten Häfen wie z. B. der Schweiz. Sie lassen dabei aber oft außer Acht, dass die hohe Bewertung in der Krisenzeit nicht immer den eigentlichen Substanzwert der Investitionsgüter repräsentiert. Was natürlich nicht heißt, dass eine solche Entscheidung nicht positiv zu sehen ist – besser eine Schweizer Immobilie als eine Ferienimmobilie in Griechenland.
Der Substanzwert, der innere Wert einer Investition ist es, der in Krisenzeiten so wesentlich ist. In der Krise wird in der Regel jeder Wert nach unten geknüppelt. Die Frage ist aber, welchen Recovery-Faktor der innere Wert, die Substanz des Investitionsgegenstandes, hat. Das beantwortet sich am einfachsten aus der Frage, inwieweit der Gegenstand tatsächlich gebraucht wird. Mit anderen Worten: Wenn die Wirtschaft, eventuell sogar die Weltwirtschaftetwas dringend benötigt, dann ist der Recovery-Faktor erheblich kürzer als bei einem Investitionsgegenstand, der nur als „sicherer Hafen“ für den Werterhalt des Kapitals gesehen wurde.
Genau hier manifestiert sich das außergewöhnliche an Sachwertbeteiligungen in Öl und Gas. Öl und Gas werden dringend benötigt für das Funktionieren der Weltwirtschaft – einfacher kann man es nicht auf den Punkt bringen. Ohne Öl keine globalen Handelsströme, kein Transport, ohne Gas keine ausreichende Versorgung mit Strom. Wenn die Investitionen in diese nötigen Rohstoffe dazu noch in einem der sicherstenLänder der Welt angesiedelt sind – und in einer Währung, die durch außerordentlichen Ressourcenreichtum und eines der modernsten Wirtschaftssysteme der Welt gestützt wird – umso besser.
POC Growth Zwei – krisensicher investieren. Dabei kommt es gar nicht darauf an, ob bei sich verschärfender Krise oder gar weltweit neuer Rezession die Erträge aus Öl- und Gasverkäufen auch geringer wären als in guten oder moderaten Zeiten – es kommt darauf an, dass ohne Öl- und Gas die Weltwirtschaft nicht funktioniert und deshalb nach kürzester Zeit – gerade so lange, wie die Wirtschaftssysteme benötigen, um erneut Luft zu holen und Fahrt aufzunehmen – das Preisniveau aus der Zeit vor der Krise wieder erreicht wird. Abzulesen und nachzuprüfen an der Ölpreis-Performance in den gerade überstandenen Krisen.
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