Ratings und Analysen sind wichtige Bestandteile eines funktionierenden und wettbewerbsfähigen Kapitalmarktes. Entsprechend groß ist auch ihre Bedeutung für den Markt der geschlossenen Fonds. Mit dem IOSCO Code of Conduct (Fundamentals for Credit Rating Agencies), und den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anerkannten Deutschen Grundsätzen für Finanz-Research der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V. (DVFA) und der German CFA-Society wurden bereits Verhaltensregeln für die Erstellung und Qualität von Finanzanalysen aufgestellt. Für die Branche der geschlossenen Fonds mit ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Besonderheiten fehlt es jedoch bisher an einem solchen spezifischen Verhaltenskodex. Aus diesem Grund haben sich die Mitglieder des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V. mit diesem Thema beschäftigt. Die nachfolgenden Grundsätze wurden unter Beteiligung von Unternehmen, die Bewertungen von geschlossenen Fonds und deren Anbietern vornehmen, entwickelt. Mit den vorliegenden Grundsätzen zur Bewertung geschlossener Fonds soll ein Impuls für eine Initiative zur Etablierung allgemein gültiger und international anerkannter Standards für die Analyse und Bewertung von geschlossenen Fonds und deren Anbietern gegeben werden.
Wo es in den folgenden Paragraphen um die Selbstverpflichtung von Analysten und Ratingagenturen zur Einhaltung der formulierten Grundsätze geht, ist immer die Verpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit – Anlegern, Mitarbeitern des Vertriebs, Journalisten und der Branche allgemein – gemeint. Hinsichtlich der Frage der Einhaltung der hier formulierten Grundsätze besteht die Erwartung, dass diese durch die kritische Beobachtung von Marktteilnehmern und insbesondere der Presse erfolgt.
Quelle: Verband der Geschlossenen Fonds