Was ist Tonnagesteuer - Wissenswertes - <<<, Fleute, Gewinn, Höhe, Schiff,
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02.08.2011: Was ist Tonnagesteuer Zurück zur Nachrichtenübersicht
 

Was ist eigentlich die „Tonnagesteuer"?

Bei der „Tonnagesteuer" handelt es sich nicht um eine eigene Steuer, sondern um eine pauschale Gewinnermittlungs­art. Dabei wird der Gewinn nicht wie bei der herkömmlichen Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich ermittelt, sondern pauschal anhand der Nettoraumzahl (NRZ) des Schiffes, die den Rauminhalt erfasst. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen: „Je größer das Schiff, desto höher die Steuer". Die steuerliche Bemessungsgrundlage ist somit unabhängig vom tatsächlich erzielten Ergebnis der Schiffsgesellschaft.Der nach der „Tonnagesteuer" pauschal ermittelte Gewinn wird von den Gesellschaftern anteilig versteuert. Dazu ein Beispiel: Objekt der Besteuerung ist ein Containerschiff. Dieses Schiff hat eine Nettoraumzahl von 12.733. Daraus errechnet sich ein für die Schiffsgesellschaft ermittelter Tonnagesteuergewinn von ca. 30.570 EUR p.a. Das entspricht ca. 0,2% des Kommanditkapitals. Für einen Anleger mit einer Kommanditbeteiligung von 100.000 EUR führt dieser Gewinn zu einem anteiligen steuerlichen Ergebnis von rund 200 EUR, woraus bei unterstelltem Spitzensteuersatz eine Steuerbelastung von lediglich rund 95 EUR p.a. resultiert. Die Steuerbelastung aus dem Beteiligungsengagement ergibt sich unabhängig von der Höhe des tatsächlichen Ergebnisses der Schiffsgesellschaft. Die Höhe der Steuerbelastung ist dabei in jedem Fall unabhängig von der Höhe der Ausschüttungen, die dem Anleger zufließen, denn diese Ausschüttungen sind steuerfrei.

Kostenminimierung im 16. Jahrhundert
Ende des 16. Jahrhunderts entstand die charakteristische Schiffsform der „Fleute". Die „Fleute" war ein holländisches Handelsschiff, das sich durch ein rundes Achterdeck, stark eingezogene Seitenwände und einen flachen Boden auszeichnete. Dadurch entstand die typisch bauchige Form. Dieser Schiffstyp wurde bis ins 18. Jahrhundert gebaut und später durch die „Galiot" abgelöst.
Die „Fleute" war keineswegs für Repräsentationszwecke konstruiert worden sondern folgte rein ökonomischen Gesichtspunkten. Bedingt durch den geringen Tiefgang war sie geschaffen für den Einsatz in flachen Gewäs¬sern. Das Schiff war für die damaligen Verhältnisse relativ lang, hatte eine fast viereckige Spantform und war am Bug und Heck stark gerundet.
Das dadurch entstandene sehr schmale Deck hatte fi¬nanzielle Gründe, denn Hafengebühren wurden nach dessen Breite berechnet. Obwohl das Ladevolumen des Schiffes fast unverändert war, hat isch die Breite des Decks, bedingt durch die extrem eingezogenen Seitenwände stark verkleinert.die Kosten konnten so minimiert werden.
Später verlor die „Fleute mehr und mehr an Bedeutung, da die Berechnungsgrundlage für Hafengebühren geändert wurde.

Quelle: HCI